Der Wolf als Kunstwerk in der Art Edition!
Der Wolf als Kunstwerk in der Art Edition!
Wölfe Blog - Wölfe in Deutschland
Erstmals seit 45 Jahren wieder Jagd auf Wölfe in Schweden
(ap) Schweden erlaubt zum ersten Mal seit fast 45 Jahren wieder die Jagd auf Wölfe. Seit Samstag dürfen rund vier Wochen lang insgesamt 27 Tiere geschossen werden. Das Parlament hat entschieden, die Population so bei weniger als 210 Exemplaren zu halten, wie eine Sprecherin der Umweltschutzbehörde mitteilte.
Die Jagd auf Wölfe wurde in Schweden 1965/1966 verboten, als die Tiere fast ausgestorben waren. Inzwischen leben Schätzungen zufolge zwischen 182 und 217 Wölfe in dem skandinavischen Land.
WWF und Pro Natura finden kein Gehör
Wolf: Rekurs gegen Abschuss eingereicht
Haben die Luzerner Behörden den Wolf im Entlebuch im Sommer zurecht zum Abschuss freigegeben? Pro Natura und WWF wollten eine Antwort vom Bundesgericht – und blitzten ab.
Im Urteil des Bundesgerichts vom 24. November heisst es: «Auf die Beschwerde ist nicht einzutreten.» Es geht um die Beschwerde von Pro Natura und dem WWF Schweiz beim Bundesgericht, gegen einen Entscheid des Verwaltungsgerichts des Kantons Luzern vom 14. Oktober.
Die beiden Organisationen wollten wissen, ob der Wolf im Entlebuch im Sommer zurecht zum Abschuss freigegeben worden war. Da das Wildtier aber innerhalb der festgelegten Frist nicht abgeschossen wurde, sah das Verwaltungsgericht den Fall am 14. Oktober als erledigt an.
Am 18. November wandten sich Pro Naura und WWF ans Bundesgericht und forderten, die Verfügung des Verwaltungsgerichts Luzern sei aufzuheben, damit doch noch geklärt werden könne, ob der Wolf zurecht zum Abschuss freigegeben wurde. Das Bundesgericht begründet nun, dass es «offensichtlich an einer hinreichenden, den Anforderungen genügenden Beschwerdebegründung fehle». Und ist auf die Beschwerde damit nicht eingetreten.
ana
Jagd auf Wölfe in Schweden
03. Dezember 2009
Jäger sollen jedoch schwedische von zugewanderten Tieren unterscheiden
Stockholm - Schweden bläst erstmals nach 45 Jahren wieder zum Halali auf Wölfe. Obwohl es in ganz Schweden nur geschätzte 200 freilebende Individuen der Tierart gibt, werden für den heurigen Winter bis zu 40 Abschussgenehmigungen erteilt. Dabei gibt es eine Besonderheit: Gejagt werden dürfen nur die einheimischen Wölfe, die infolge Inzucht ohnehin nicht besonders fit sind. Genetisch wertvolle "Einwanderer" aus Russland und Finnland bleiben dagegen weiterhin streng geschützt.
Nicht geklärt ist, wie ein Jäger mit Sicherheit beurteilen soll, ob er einen schwedischen oder einen zugewanderten Wolf im Fadenkreuz hat. Außerdem unklar ist laut der Raubtier-Beauftragten der schwedischen Naturschutzbehörde, Susanna Löfgren, wie man verhindern kann, dass örtliche Jagdgemeinschaften ihre Genehmigungen dazu ausnützen, um ein ganzes unerwünschtes Rudel aus ihrer Gegend zu eliminieren. (APA)
DNA-Analyse beweist
28.11.2009
Tirol: Erstmals seit 53 Jahren wieder freilebender Wolf
Ein freilebender Wolf hat im Oktober in Tirol insgesamt zwölf Schafe gerissen. Das hat nun eine DNA Analyse bestätigt. Das Tier stammt aus einer italienischen Wolfspopulation, hieß es Freitagabend in einer Aussendung des Landes Tirol. Es sei wahrscheinlich, dass er sich nach wie vor in der Region aufhalte. Es wurden im vergangenen Monat aber keine besonderen Vorkommnisse gemeldet.
Durch die Analyseergebnisse eines Speziallabors im schweizerischen Lausanne sei die Vermutung bestätigt worden. Der Wolfsnachweis komme für den Bärenbeauftragten Martin Janovsky von der Landesveterinärdirektion weder überraschend, noch sei die Nachricht bedrohlich. "Von einem Wolf geht nach menschlichem Ermessen kein Sicherheitsrisiko aus", beruhigt der Experte.
Erster Wolfsnachweis seit 53 Jahren
Es sei der erste Wolfsnachweis seit 1956. In Vorarlberg sei heuer im August direkt an der Schweizer Grenze ein Wolf bestätigt worden. Im Kanton Graubünden wurden in den letzten Jahren mehrere Wölfe nachgewiesen. Sie sind ganzjährig geschonte Wildtiere, die gemäß den europäischen Naturschutzbestimmungen unter strengem Schutz stehen.
Tier keine Gefahr für Menschen
"Aus den Erfahrungen des 20. und 21. Jahrhunderts wird deutlich, dass der Wolf für Menschen keine Gefahr darstellt", sagt Janovsky. Nicht nur das Sicherheitsrisiko, auch das Schadenspotenzial ist gering, da sich die Schafe zu dieser Jahreszeit im Stall, und nicht auf den Weiden und Almen befinden. Trotzdem müsse darauf hingewiesen werden, dass sich jedes Wildtier, wenn es in die Enge getrieben werde oder verwundet sei, zur Wehr setze und Menschen verletzen könne.
Der Wolf im Nationalpark der Abruzzen - Vergleiche mit der Schweiz
Methoden zur Überwachung von Wölfen
Neben Direktbeobachtungen, Spuren oder Rissen werden die Wölfe vor allem mit "Wolf-Howling" und "Fotofallen" überwacht.
1) Wolf-Howling
Mittels Megaphon wird von einer Kassette Wolfsgeheul abgespielt, das Wölfe noch aus sieben Kilometern Entfernung wahrnehmen, ganz im Gegensatz zum menschlichen Ohr, dessen Wahrnehmungsfähigkeit auf zwei bis drei Kilometer beschränkt ist. Nach dreimaligem Heulen liegen die Chancen auf eine Antwort (falls Wölfe vorhanden sind) bei 95%. Die Antworten werden im Labor akustisch ausgewertet und damit die Populationsgrösse geschätzt. Will man ein grosses Gebiet erfassen, muss die akustische Bestandeserhebung möglichst in kurzer Zeit im ganzen Areal geschehen, da die Wölfe ein grosses Revier haben und sehr grosse Distanzen in kurzer Zeit zurücklegen können (Gefahr der doppelten Zählung).
2) Fotofallen
Mit Fotofallen, welche in der Regel an Wildtierwechseln platziert werden, können Wölfe und Bären individuell überwacht werden. Auch für die Erfolgskontrolle von Wildtierkorridoren und für die Bestimmung von schadenstiftenden Tieren werden Fotofallen eingesetzt. Die Fallen werden im Turnus von zwei Wochen kontrolliert. 10% aller Fotos sind Fehlaufnahmen und können für die Auswertungen nicht verwendet werden. Die Erfolgsquoten betragen bei Wölfen eine Aufnahme pro 100 Tage Kameraeinsatz, bei Bären eine Aufnahme pro zehn Tage. Die Materialkosten für eine Fotofalle belaufen sich auf rund Fr. 330.–.
Kontaktperson in Italien
Duccio Berzi
Via D. Cirillo 20
IT-50133 Firenze
ducberzi @ tin.it
Mensch und Wolf leben im Nationalpark der Abruzzen (Italien) mehr oder weniger unproblematisch zusammen. Welche Schlüsse lassen sich daraus für die Schweiz und Mitteleuropa ziehen, wo der Wolf allmählich wieder einwandert?
Eine stetig sich nach Norden ausbreitende Wolfspopulation hat die Südgrenze der Schweiz erreicht. Einzelne Tiere haben die Grenze bereits überquert und sind in der Regel als "Problemtiere" in die Medien gelangt. Der Besiedlungsdruck durch den Wolf wird auch in Zukunft anhalten oder sogar zunehmen. Deshalb lohnt sich ein Blick in die Abruzzen, wo der Wolf immer präsent war.
Bedeutung des Wolfs für die Schafhaltung im Nationalpark der Abruzzen
Der Nationalpark der Abruzzen befindet sich rund 120 km östlich von Rom. Er hat eine Fläche von 50'000 ha und ist in vier Zonen eingeteilt. Zone A ist ein Integralreservat, wo jede Nutzung untersagt, der Eintritt verboten oder die Besucherzahl limitiert ist. Besuche sind nur in Begleitung von Parkpersonal möglich und kosten Entritt. Zone B besteht aus Wald und Weiden und Zone C aus Tälern, die traditionell bewirtschaftet werden. Zone D sind Dörfer und Siedlungen. Rund um den Park ist eine 60'000 ha grosse Umgebungszone angelegt.
Die Abruzzengämse (Rupicapra rupicapra ornata), eine nahe Verwandte unserer Alpengämse (Rupicapra rupicapra rupicapra), ist eine besondere Attraktion. Ihre Anzahl ist seit Gründung des Parks dank rigorosem Schutz stark angestiegen. Sie beträgt heute rund 600 Stück. Im Nationalpark leben 30 bis 40 Braunbären. Die Bärendichte beträgt etwa ein Tier pro zehn Quadratkilometer, wobei sich die Reviere überlappen und über den Park hinausreichen. Der Nationalpark ist heute jedoch vor allem wegen des Wolfs bekannt. Die Wölfe waren in der Region immer heimisch. Ihre Population hat nach der Gründung des Nationalparks zugenommen. Heute leben darin rund 50 Wölfe, Tendenz steigend.
Die ganze Landwirtschaft im Nationalpark der Abruzzen ist extensiv und die Schafhaltung macht nur einen kleinen Teil aus. Insgesamt beweiden im Sommer 20'000 bis 25'000 Schafe den Park, im Winter sind es noch 1000 bis 1200. Die Herden umfassen meist 500 bis 600 Schafe, wobei die Tiere mehrerer Besitzer meist zusammen in einer Herde gehalten werden. Subventionen für Schafe gibt es nicht.
Der Schutz der Schafherden wird in den Abruzzen durch Behirtung und Schutzhunde sichergestellt. Bei einer Herdengrösse von 500 bis 600 Tieren ist in der Regel ein Hirte mit drei bis sechs Schutzhunden zuständig. Nach lokalen Erfahrungen liegt das Optimum bei einem Schutzhund pro 100 Schafe. Die Schutzhunde leben die ganze Zeit mit den Schafen zusammen. Sie werden in die Herde hineingeboren und betrachten die Schafe als Familienmitglieder, die es auch zu beschützen gilt.
Es sind keine grösseren Schäden durch Wölfe an Nutztieren zu verzeichnen. Die Gründe liegen bei der guten Behirtung der Schafherden. In den Abruzzen ernährt sich der Wolf vor allem von Rotwild, Wildschweinen und Rehen. Der Wolf ist häufig dort anzutreffen, wo die Rotwilddichte stark ist. Die Abruzzengämse ist nicht betroffen, weil sie sich vorwiegend in der Nähe von Felsen aufhält und bei Gefahr dorthin flüchten kann. Der Anteil an Haustieren (Schafe, Ziegen, Kühe, Geflügel) in der Nahrung des Wolfs ist klein.
Ausblick und Empfehlung für die Schweiz
Es ist damit zu rechnen, dass der Wolf in Zukunft mehr und mehr auch in der Schweiz auftreten wird. Im Unterschied zu Mittelitalien, wo der Wolf immer präsent war, ist er in der Schweiz seit rund 130 Jahren ausgestorben. In dieser Zeit haben sich Nutzungsformen der Landschaft ohne Wolfseinfluss weiterentwickelt.
In Mittelitalien, wo der Wolf seit jeher lebt, wird weder die Jagd verunmöglicht noch die Kleinviehzucht in Frage gestellt. Was aber auffällt, ist, dass es die italienische Bevölkerung noch versteht, ihre Tätigkeiten so auszuführen, dass wenig Konflikte mit dem Wolf entstehen. Hier ist der entscheidende Punkt, wenn es darum geht, die natürlich ablaufende Wolfsausbreitung möglichst konfliktarm zu gestalten. Die Menschen in der Schweiz müssen erst lernen, mit dem Wolf umzugehen. Insbesondere in der Schafhaltung:
* Die professionelle Schafhaltung in Italien zeigt die Anforderungen an eine Schafwirtschaft in einem Gebiet mit Wölfen: Intensive ganzjährige Behirtung und Schutzmassnahmen sind notwendig. Nur konsequente Massnahmen führen zum Ziel.
* In der Schweiz sind diese intensiven ganzjährigen Behirtungs- und Schutzmassnahmen neu. Sie sind aufwendig und werden nach marktwirtschaftlichen Regeln eingeführt. Erst wenn der Gewinn grösser ist als der Verlust, der aus Unterlassungen resultiert, ist an eine Realisierung der Massnahmen zu denken. Die Sömmerungsbeitragsverordnung (SR 910.133 vom 29. März 2000) geht in die entsprechende Richtung.
* Verlust kann in denjenigen Gebieten entstehen, in die der Wolf einwandert oder dort, wo die Bedingungen für landwirtschaftliche Subventionen nicht mehr erfüllt werden und die Zahlungen von z.B. Sömmerungsbeiträgen wegfallen.
* Folglich wären in potenziellen Einwanderungsgebieten die betreffenden landwirtschaftlichen Subventionen mit Bedingungen zu ergänzen, die das Risiko von Wolfsübergriffen durch besondere Behirtungs- und Schutzmassnahmen verkleinern. Dies ist in der kommenden Revision der Sömmerungsbeitragsverordnung vorgesehen.
* Im Zusammenhang mit der Haltung von Kleintieren ist eine Koordination der oben angeführten Anliegen mit der Behirtung, dem Schutz, dem koordinierten Weidebetrieb, der Entfernung des Kleinviehs aus ungeeigneten Gebieten, den Sömmerungsbeiträgen usw. wichtig. Nicht statthaft wäre, die Schafhaltung für alle Interessen separat zu definieren. Es müssen Haltungsformen gefunden werden, die den Anforderungen einer Kulturlandschaft mit Wölfen grundsätzlich genügen können.
* Treten trotz der angepassten Behirtungs- und Schutzmassnahmen Probleme mit Wolfsübergriffen auf, so wären diese zu vergüten.
Erst durch konsequente Behirtungs- und Schutzmassnahmen für Schafe ist der Wolf gezwungen, andere Nahrungsquellen zu erschliessen. Es ist naheliegend, dass dann vermehrt Schalenwild dazugehören wird. Die Schalenwildbestände in der Schweiz sind hoch, aber - ähnlich wie die Haltung der Schafe - nicht an eine Präsenz des Wolfs angepasst. Deshalb ist auch dort am Anfang mit regional starken Übergriffen zu rechnen, bis sich das Verhalten des Schalenwildes angepasst hat.
Die Einwanderung des Wolfs in die Schweiz wird nicht konfliktfrei verlaufen. Sie kann vielleicht erträglich gestaltet werden, wenn die betroffene Bevölkerung in der Schweiz wieder lernt, mit dem Wolf zu leben. Ein grosser und entscheidender Unterschied zwischen der Schweiz und Italien wird damit angesprochen: Während in Italien die Bevölkerungsdichte in den Kerngebieten des Wolfs sehr klein ist, gibt es in der Schweiz nur wenig Gebiete mit ähnlich kleiner Bevölkerungsdichte. Das ist kein Problem für den Wolf - er ist anpassungsfähig - aber wohl ein Mass für das Konfliktpotenzial, das uns bei der laufenden Einwanderung erwartet.
*Dieser Beitrag entstand in Zusammenarbeit mit dem Schweizerischen Forstverein SFV.
Der Wolf als Kunstwerk in der Art Edition!
Wölfe kehren in die Dolomiten zurück
09. Oktober 2009, 23:40
Kadaver eines Wolfes entdeckt - Rudel stammt vermutlich vom Balkan
Rom - In den italienischen Dolomiten gibt es nach mehr als 80 Jahren offenbar wieder Wölfe. Wie ein Tourismusbeauftragter der Region am Freitag mitteilte, wurde in den Bergen ein Wolfskadaver entdeckt. "Da Wölfe nie allein leben, gehen die lokalen Förster davon aus, dass das Tier zu einem Rudel gehört, das aus dem Balkan nach Österreich oder in die Schweiz zieht", sagte Luca Ivessa. Das tote Tier wurde demnach am San-Pellegrino-Pass nahe der Stadt Trient entdeckt und starb eines natürlichen Todes.
Der Fund bestätigt laut Ivessa die langgehegte Vermutung, dass seltene Tierarten wie Bären, Adler und Eulen allmählich wieder in die Dolomiten zurückkehren. Da Wolfsrudel jedoch schnell weiterziehen, sei ihre Fährte oft schwer zu verfolgen. Bisher sei zudem kein lebender Wolf in den Dolomiten gesichtet worden. (APA)
Luzerner Zeitung "Zisch"
Flühli 06.10.2009 05:00
Frist abgelaufen – und der Wolf schlägt zu
Vorschau Letzte Woche hat der Wolf auf der Alp von Markus Zihlmann in der Gemeinde Flühli ein Schaf gerissen.
Luzerner Jäger konnten Wolf nicht abschiessen
Der Luzerner Wolf hat wieder auf einer Alp im Entlebuch zugeschlagen. Trotzdem wird er nicht erneut zum Abschuss freigegeben.
Der Wolf hat wieder zugeschlagen. In der Nacht auf letzten Donnerstag hat er auf der Alp Baumgarten in der Gemeinde Flühli ein Schaf gerissen – dabei war erst am 19. September die Frist zum Abschuss abgelaufen. Josef Muggli, Leiter der Abteilung Fischerei und Jagd des Kantons Luzern, bestätigt, dass es sich aufgrund der Bisswunden um einen Wolf handelt.
Die Abschussbewilligung wird vorläufig nicht verlängert: Einerseits weil die meisten Schafe mittlerweile von den Alpen genommen wurden. Andererseits erteilt der Bund eine Abschussbewilligung erst wieder, wenn der Kanton nachweisen kann, dass er Massnahmen zum Schutz der Schafe getroffen hat, etwa mit Herdenschutzhunden, Behirtung, Einzäunung oder der Zusammenlegung von Herden.
Die Präsenz des Wolfes zeige, dass der Raum Entlebuch/Pilatus als Lebensraum geeignet ist. «Ein Abschuss kann das Problem langfristig nicht lösen», so Muggli.
Lukas Scharpf
20.09.2009 Mehr Wölfe in Schweden
Wenn sie einem Wolf begegnen: (PDF) Ein Ratgeber für den Umgang mit Wölfen in Skandinavien
Auf dem Vormarsch:
Die Wolfspopulation in Schweden nimmt stark zu. Nach Behördenangaben leben in Schweden derzeit zwischen 230 und 250 Wölfe. Im Vorjahr waren es noch 190. Der Anstieg ist unter anderem auf die Geburt vieler Jungtiere im Frühjahr zurückzuführen. Die Reichstagsvorgabe aus dem Jahr 2001, wonach die Wolfspopulation auf 200 Tiere anwachsen soll, sei also bereits überboten, schreibt die Tageszeitung Nya Wermlands-Tidningen. Laut Reichstagsbeschluss soll über die Zukunft des Wolfsstammes neu beraten werden, wenn das Ziel von 2001 erreicht ist. Nach Angaben des Umweltministeriums befindet sich ein solcher Beschluss aber noch nicht in Vorbereitung
Der Wolf in Schweden: Auf der Seite Vargobservationer kann man nachlesen wo in Schweden Wölfe beobachtet worden sind. Dazu gibt es auch eine Karte auf der alle Beobachtungen eingetragen sind. ( gibt es nur auf schwedisch)
Wolf im Entlebuch entkommt seinen Jägern
Der im Entlebuch zum Abschuss freigegebene Wolf hat seinen Kopf gerettet. Die Abschussbewilligung läuft aus – und das Tier ist aus der Gegend verschwunden.
Zu gewitzt für die Jäger: Wölfe sind schwierig zu erlegen.
Die während 60 Tagen gültige Abschussbewilligung läuft am Samstag aus, ohne dass das Tier hätte erlegt werden können. Es hat den Abschussperimeter ohnehin schon verlassen. Der Luzerner Jagd- und Fischereivorsteher Josef Muggli wertet die Abschussbemühungen trotz des Nichtabschusses aus präventiver Sicht als Erfolg. Ab Beginn der Nachstellungen habe der Wolf nur noch ein Schaf gerissen und eines verletzt. Das Tier habe wie erwartet sehr sensibel reagiert.
Das Männchen mit dem bürokratischen Namen «M24» war vor einem Jahr aus dem Wallis eingewandert. Es ist italienisch-französischer Abstammung und hält sich vor allem im Gebiet Pilatus-Glaubenberg auf. Der Wolf durchstreifte auch das Entlebuch und riss zahlreiche Schafe. Nachdem die Grenze von 30 Opfern erreicht war, wurde er Anfang August zum Abschuss freigegeben.
Jagdvorsteher: «Keine Fotosafari»
Laut Muggli bestätigte sich, dass es eine sehr schwere Aufgabe ist, einen Wolf zu erlegen. Eine solche Jagd sei keine Fotosafari, sagte er. Mit einer Hunderschaft von Jägern stelle sich kein Erfolg ein. Muggli und sein Team hatten sich im Ausland kundig gemacht, wie dem Raubtier beizukommen ist. Die grössten Chancen haben Jäger in der Nähe eines Risses.
Muggli war im Kantonsparlament dafür kritisiert worden, dass er nicht die Entlebucher Jäger mit dem Abschuss betraut habe. Der oberste kantonale Jagdaufseher weist dies zurück. Jäger seien für die jagdbaren Tiere in ihrem Revier zuständig. Der Abschuss von geschützten Tieren sei aber nicht deren Aufgabe.
Keine weiteren Versuche mehr
Bis am Samstag, wenn die Abschussbewilligung ausläuft, wird der Entlebucher Wolf nicht mehr gejagt. Er hält sich nämlich nicht mehr im Abschussperimeter Fürstei-Schwändelifluh-Schimbrig auf, sondern im Pilatusgebiet. Verlängert wird die Bewilligung nicht, weil am Eidgenössischen Bettag die Alpsömmerung der Schafe endet.
Insgesamt waren Muggli und sein Team rund 270 Stunden auf der Pirsch. Wer genau im Einsatz stand, wird nicht verraten, um die Betroffenen vor Anfeindungen zu schützen. (raa/sda)
Erstellt: 18.09.2009
12.09.2009 (Luzerner Zeitung "Zisch")
Entlebucher Wolf attackert weitere Schafe
Der
Wolf ist noch immer im Entlebuch. In der Nacht auf Mittwoch hat er auf
der Alp Grön, zwischen Fürstein und Schwändelifluh, ein Schaf gerissen
und eines verletzt.
Der Luzerner Fischerei- und Jagdverwalter
Josef Muggli bestätigte einen entsprechenden Bericht des
«Regionaljournals Zentralschweiz». «Aufgrund der Rissanalysen ist es
eindeutig, dass ein Wolf die Schafe attackiert hat», sagte Muggli
gegenüber unserer Zeitung.
Man gehe davon aus, dass es sich um
den gleichen Wolf handle, der diesen Sommer über 25 Schafe gerissen hat
und seit dem 6. August zum Abschuss freigegeben ist. «Die
Abschussbemühungen wurden nach diesem Vorfall intensiviert», sagt
Muggli. Die Abschussbewilligung gilt bis 19. September. Verlängert wird
sie nicht – schon deshalb, weil die Tiere dann von der Alp genommen
werden.
Pro Natura und WWF haben gegen die Abschussbewilligung
Rekurs eingelegt. Falls das Verwaltungsgericht eine aufschiebende
Wirkung zuerkennt, würde die Genehmigung sistiert. Der Entscheid steht
noch aus.
- WWF und Pro Natura: Wolfabschüsse sind illegal
Entlebuch 29.07.2009 - Schweiz: Neue Luzerner Zeitung
Politiker wollen Wolf zum Abschuss freigeben
Jetzt wird der Abschuss des Wolfes diskutiert
Die Abschusskriterien für den Wolf seien zu lasch, sagen Politiker. Man müsse diskutieren, ob der Wolf wirklich schutzwürdig sei.
CVP-Nationalrat Ruedi Lustenberger aus Romoos möchte, dass man weniger tolerant mit dem Wolf umgeht. Derzeit darf ein Wolf erst zum Abschuss freigegeben werden, wenn er innerhalb eines Monats mindestens 25 Tiere gerissen hat.
25 gerissene Schafe, bis ein Wolf abgeschossen werden könne, seien zu viel. Notfalls müsse man überlegen, den Wolf nicht mehr als schützenswert zu klassifizieren. Einen entsprechenden Vorstoss will er im Herbst einreichen.
Auch SVP-Kantonsrat Erwin Dahinden aus Schüpfheim hat genug vom Wolf. Luzern solle beim Bund klarmachen, dass die Schweiz und insbesondere der Kanton Luzern für die Wiederansiedlung des Wolfes zu klein sei. Er fordert in einem Vorstoss, dass der Kanton Luzern neu allein entscheiden darf, ob ein Wolf abgeschossen werden kann. Derzeit entscheiden darüber fünf Kantone und der Bund.
Luzia Mattmann
29.06.2009 15:55 Uhr - Umwelt & Natur
Radolfzell, Hamburg. Mit den Wolfsbeständen in Westpolen geht es wieder aufwärts, das ist die wichtigste Erkenntnis einer Studie von Sabina Nowak von der Associaton for Nature WOLF (WILK), IFAW (Internationaler Tierschutz-Fonds) und der Naturschutzstiftung EuroNatur. Frau Nowak wird sie auf der heute beginnenden internationalen Tagung „Biodiversität ohne Grenzen“ in Görlitz als Beispiel für den grenzübergreifenden Artenschutz vorstellen. Laut Studie leben in Westpolen mittlerweile etwa 13 Rudel. Genetische Untersuchungen bestätigen, dass die in der sächsischen Lausitz lebenden Wölfe mit den westpolnischen Wölfen verwandt sind. Die Lausitz-Wölfe und die Wölfe in Westpolen gehören zur selben Population. Diese ist allerdings noch lange nicht stabil.
„Trotz der positiven Entwicklung bleiben die deutschen Wölfe extrem gefährdet,“ erklärt Robert Kless vom IFAW. „Besonders, da es in letzter Zeit einige illegale Abschüsse gab. Wölfe in Deutschland und Polen müssen weiter konsequent geschützt werden.“
„Die Quelle für die Zuwanderung nach Deutschland ist Polen. Deshalb müssen wir dringend Wildtierkorridore erhalten oder neu schaffen, die den Wölfen den Weg aus den ostpolnischen Habitaten in den Westen ebnen“, sagt EuroNatur-Geschäftsführer Gabriel Schwaderer.
Die Studie belegt, dass der Austausch über die Grenze bereits erfolgt. Sie weist nach, dass die Wanderungsbewegungen dabei in beide Richtungen gehen: Direkt an der Grenze zur Lausitz leben im westpolnischen Bory Dolnoslaskie Wald heute drei Wolfsrudel mit etwa 23 Tieren. Eines dieser Rudel hat den größten Teil seines Territoriums in der Lausitz und ist dort als das Daubitzer Rudel bekannt. Außerdem konnten die Forscher einen aus der Lausitz stammenden Wolf im Bory Dolnoslaskie Wald nachweisen. Ein Wolf aus dem nord-ostpolnischen Napiwodzko-Ramuckie Wald fand in Deutschland eine neue Heimat, ebenso wurde das Vorkommen eines Lausitzer Wolfs im Napiwodzko-Ramuckie Wald bestätigt. Neuerdings lebt auch wieder ein Rudel im Cedynski Landschaftspark im nordwestlichen Polen, in der Nähe des Nationalparks Unteres Odertal.
Die ersten Wölfe aus Polen waren Ende der 1990er Jahre nach Deutschland eingewandert und wurden in der sächsischen Muskauer Heide sesshaft. EuroNatur und der IFAW unterstützen die Rückkehr der Wölfe nach Deutschland durch Aufklärungsarbeit, Schutz wertvoller Lebensräume und wissenschaftliche Untersuchungen der Wölfe in Deutschland und Polen.
Verantwortlicher Pressekontakt:
EuroNatur Konstanzer Straße 22 78315 Radolfzell Tel.: 07732 - 92 72 10 Fax: 07732 - 92 72 22 E-Mail: info@euronatur.org Internet: www.euronatur.org Ansprechpartner: Dr. Martin Schneider-Jacoby Pressekontakt: Katharina Grund
- Blick.ch - News aus der Schweiz 02.06.2009
BASEL – Der Wolf soll zurück und die Schweiz rüstet auf. Spezielle Hirtenausbildungen und Schutzhunde sollen die Rückkehr des Raubtieres vereinfachen - und unsere Lämmchen schützen.
Laut einer Umfrage haben die Schweizer nichts dagegen ihre Wälder und Wiesen bald wieder mit dem Urvater aller Hunde, dem Wolf, zu teilen. 89 Prozent der Deutschschweizer und 79 Prozent der Westschweizer befürworten demnach eine natürliche Rückkehr des Wolfes. 1997 waren es noch 57 Prozent.
Das Forschungsinstitut Link hatte im Mai gut 1000 Personen telefonisch interviewt. Die repräsentative Umfrage hatte die «zooschweiz», der Dachverband der wissenschaftlich geführten Schweizer Zoologischen Gärten, in Auftrag gegeben. Diese engagieren sich mit dem europäischen Verband für Aufklärung über den Umgang mit dem zurückkehrenden Wolf.
20´000 Franken für Hirten-Training und Hunde
Die Zoos Basel und Zürich sowie der Natur- und Tierpark Goldau und der Wildnispark Zürich werden aktiv. Sie fördern die Ansieldung des Wolfes mit je 20´000 Franken. Für die Kantone Bern, Nidwalden und Luzern werden je zwei Herden-Schutzhunde finanziert. Die Hirten in Tessin und Graubünden bekommen spezielle Wolf-Ausbildungen und Nachtpferche für ihre Tiere. (SDA/s5j)
- Eine Wolfgeschichte aus Österreich
Ein "Wolf" trieb in Osttirol sein Unwesen!
Der Brotzusteller traute am Kartitscher Sattel seinen Augen nicht: Ein wollte Wolf gesehen haben. Er schlug sofort Alarm. Jäger heftete sich auf seine Fersen und erlegte das Tier.
Es gibt kaum ein Tier, um den sich so viele Mythen und Legenden ranken als beim Wolf. Auch in Osttirol spielten sich in den letzten Tagen wilde Geschichten rund um einen Wolf ab.
Mysteriöser Vierbeiner. Zwei Mal versetzte ein solch mysteriöser Vierbeiner die Menschen in Angst und Schrecken. Gestern Mittag machte ein Aufsichtsjäger dem Spuk ein Ende.
Die Vorgeschichte. In den frühen Mittwoch-Morgenstunden hatte Hannes Pranter aus Sillian eine Begegnung mit einem "Wolf". Der Brotzusteller fuhr von Obertilliach nach Kartitsch. Im Bereich Tannwiese südlich der Gailtalstraße die Überraschung für ihn. Er konnte beobachten, wie sich auf der Wiese ein seltsames Tier aufhielt. Da der Sillianer so überzeugt war, dass es sich dabei um einen Wolf handelte, fuhr er zum nahe gelegenen Klammerwirt. Dort lieh er sich eine Kamera aus, kehrte wieder zurück zur Stelle retour, wo er den "Wolf" gesehen hatte. Aus der Ferne konnte er das Tier noch fotografieren.
Erste Sichtung. Es sollte nicht der erste Auftritt des "bösen Wolfs" im Oberland gewesen sein. Schon vor einer Woche wurde der Bauer Willi Strasser aus Kartitsch im Bereich der Dorfbergwiesen oberhalb von Leiten in Panik versetzt. "Beim Mähen kam mir ein Tier, das wie ein Wolf aussah, gefährlich nahe," so Strasser. Die Bestie hätte versucht, ihn von hinten zu attackieren. Strasser: "Ich hatte Angst. Mit der Mähmaschine hielt ich mir das Tier vom Leib."
Jäger erschoss "Wolf". Beide Vorfälle wurde dem Aufsichtsjäger gemeldet, der sich auf die Fersen des "Wolfs" heftete und schließlich gestern zur Strecke brachte. Strasser: "Der Spuk ist jetzt vorbei und wir haben Gewissheit: Es war kein Wolf, sondern eine Kreuzung eines Hundes mit schwarzgrauen Fell."
GÜNTHER HATZ Es gibt kaum ein Tier, um den sich so viele Mythen und Legenden ranken als beim Wolf. Auch in Osttirol spielten sich in den letzten Tagen wilde Geschichten rund um einen Wolf ab.
Mysteriöser Vierbeiner. Zwei Mal versetzte ein solch mysteriöser Vierbeiner die Menschen in Angst und Schrecken. Gestern Mittag machte ein Aufsichtsjäger dem Spuk ein Ende.
Die Vorgeschichte. In den frühen Mittwoch-Morgenstunden hatte Hannes Pranter aus Sillian eine Begegnung mit einem "Wolf". Der Brotzusteller fuhr von Obertilliach nach Kartitsch. Im Bereich Tannwiese südlich der Gailtalstraße die Überraschung für ihn. Er konnte beobachten, wie sich auf der Wiese ein seltsames Tier aufhielt. Da der Sillianer so überzeugt war, dass es sich dabei um einen Wolf handelte, fuhr er zum nahe gelegenen Klammerwirt. Dort lieh er sich eine Kamera aus, kehrte wieder zurück zur Stelle retour, wo er den "Wolf" gesehen hatte. Aus der Ferne konnte er das Tier noch fotografieren.
Erste Sichtung. Es sollte nicht der erste Auftritt des "bösen Wolfs" im Oberland gewesen sein. Schon vor einer Woche wurde der Bauer Willi Strasser aus Kartitsch im Bereich der Dorfbergwiesen oberhalb von Leiten in Panik versetzt. "Beim Mähen kam mir ein Tier, das wie ein Wolf aussah, gefährlich nahe," so Strasser. Die Bestie hätte versucht, ihn von hinten zu attackieren. Strasser: "Ich hatte Angst. Mit der Mähmaschine hielt ich mir das Tier vom Leib."
Jäger erschoss "Wolf". Beide Vorfälle wurde dem Aufsichtsjäger gemeldet, der sich auf die Fersen des "Wolfs" heftete und schließlich gestern zur Strecke brachte. Strasser: "Der Spuk ist jetzt vorbei und wir haben Gewissheit: Es war kein Wolf, sondern eine Kreuzung eines Hundes mit schwarzgrauen Fell."
GÜNTHER HATZ
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Der Wolf in Schweden

- Schweden
Wölfe durch DNS-Tests entlastet
Bislang dachte man in Schweden, dass Wölfe, Bären und Luchse regelmäßig Nutztiere reißen. Verleumdung, sagen Forscher.
Von Gunnar Herrmann
Wolf
Unschuldiger Räuber: Ein Wolf.
Es muss ein schwerer Schock für den Pferdebesitzer aus Jönköping gewesen sein, als er eines seiner Tiere blutverschmiert auf der Weide fand. Ihm war klar: Ein Raubtier hatte das Pferd angefallen, und sein Verdacht fiel schnell auf den Luchs, der in der Nähe sein Revier hat.
Der Fall erweckte in Schweden keine besondere Aufmerksamkeit, die Menschen dort sind an Angriffe von Raubtieren gewöhnt. Wölfe, Bären und Luchse suchen regelmäßig abgelegene Bauernhöfe auf, um ihren Hunger mit Nutztieren zu stillen. Dachte man bisher. Nun haben Forscher festgestellt, dass mancher Riss zu Unrecht den Wölfen angelastet wird.
Raubtierattacken werden in Schweden an die Wildschadenszentrale in Grimsö gemeldet. 562 Angriffe auf Haus- und Nutztiere registrierte die Behörde allein 2006. Nun bezweifeln die Wildexperten, dass die Zahl korrekt ist. Denn seit diesem Sommer wird an den Bisswunden der Opfer eine DNS-Probe entnommen. Und oft fanden sich darin gar keine Raubtiergene.
Aus Grimsö heißt es nun, in etwa der Hälfte aller Fälle seien Wolf oder Bär zu Unrecht beschuldigt worden. Auch den Luchs von Jönköping entlastete die Gentechnik. An dem toten Pferd entdeckten die Experten Hunde-DNS.
"Es ist schwierig, die Todesursache bei Nutztieren festzustellen", so Jens Karlsson vom Wildschadenszentrum Grimsö zum Svenska Dagbladet. Die meisten Menschen wüssten überhaupt nicht, wie Raubtierbisse aussehen. "Und wenn es einen Wolf in der Gegend gibt, dann passiert es schnell, dass der die Schuld für alle toten Tiere bekommt, die gefunden werden."
Hunde als Täter
Oft handelt es sich bei dem Übeltäter wie in Jönköping aber um einen Hund. Oder es liegt ein natürlicher Tod vor, wie in einem anderen Fall, der ebenfalls in Grimsö aufgeklärt wurde. Dabei war ein Kalb auf der Weide einfach tot umgefallen. Füchse und Vögel machten sich später über den Kadaver her. Verdächtigt wurde ein Wolf.
Der Umgang mit Raubtieren ist in Schweden ein Reizthema. Anfang des Jahres änderte die Regierung die Regeln zur "Schutzjagd" - zum Ärger von Artenschützern, die sich um die mühsam aufgepäppelten Raubtierbestände sorgen. Bauern und Rentierzüchter waren dagegen erfreut. Ihnen erleichtert die Regelung, ihre Tiere im Falle eines Angriffs mit dem Gewehr zu verteidigen. Sonst sind Wölfe und Bären streng geschützt.
Für großes Aufsehen sorgte das Schicksal eines Bauern, der 2003 einen Wolf niederstreckte, als der auf seine Schafherde zutrabte. Weil sich die Absichten des Wolfs vor Gericht schwer rekonstruieren ließen, konnte der Bauer nicht beweisen, dass er in Notwehr gehandelt hatte. Er bekam eine Haftstrafe von sechs Monaten.
Um Landwirte mit den Räubern zu versöhnen, zahlt die Regierung für jedes gerissene Tier eine Entschädigung. Auch das könnte ein Grund dafür sein, dass der Wolf oft zum Sündenbock wird. Künftig soll das schwieriger werden. Jens Karlsson vom Wildschadenszentrum sagt, man wolle die DNS-Methode nach dem Test in diesem Sommer noch verfeinern.
(SZ vom 18.9.2007)
Verbreitung der Wölfe in Europa
Deutschland 2 Rudel
Polen 600
Estland 100 - 150
Lettland 300 - 500
Litauen 400 - 500
Ukraine 2000
Tschechien 5-17
Slowakei 500-900
Ungarn 3-6
Rumänien 4000
Bulgarien 1000-2300
Griechenland 500 - 700
Albanien 900 - 1200
Mazedonien 800 - 1000
Kroatien 130-170
Slowenien 60-100
Italien 500
Schweiz Einzeltiere
Frankreich 50-70
Spanien 2000
Portugal 300
Schweden 50
Norwegen 23-26
Finnland über 180
Gesamtbestand etwa 11.000
Die Aufstellung erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit.
Letzte Aktualisierung im August 2006.
Heutige Verbreitung des Wolfes in Europa (nach Luigi Boitani, 1999)

Der Wolf als Kunstwerk
in der Art Edition!
Der Wolf
Nach Jahrhunderten der Verfolgung galt der Wolf in Schweden als ausgerottet. Aber 1978 tauchten die ersten Wölfe in Nordschweden und später auch wieder in Värmland auf. Wahrscheinlich war er nie ganz ausgerottet. Seit 1990 vermehrt sich der skandinavische Wolfstamm jährlich um ca. 30 Prozent. Wölfe gehören in Schweden zu den vom Aussterben bedrohten Tierarten, sind seit 1966 geschützt und dürfen nicht gejagt werden. Aber nun wird darüber nachgedacht, die Jagd auf die Wölfe, die die Tiere der Bauern töten, wieder frei zugeben. Weltweit wird die Zahl der Wölfe auf 250.000 Tiere geschätzt. Eine beeindruckende Zahl, wenn man bedenkt, wie lange der Mensch schon versucht, die Tiere auszurotten.
Ein ausgewachsener Wolf wiegt zwischen 35 und 45 kg und erreicht eine Länge von 1,5 m, Schwanz nicht mit eingerechnet. In der Zeit von Februar bis März pflanzen sich die Wölfe fort. Das Weibchen gebärt 9 Wochen später zwei bis sechs Welpen. Nach zwei Jahren sind die Jungtiere geschlechtsreif und werden aus dem Rudel verstoßen.
In Skandinavien leben die Wölfe meistens von Elch, Reh und Rentier. Aber auch Biber, Dachs, Hase oder Wildschwein wird gejagt. Gibt es einmal nicht so viele Tiere, werden auch schon mal Wühlmäuse oder Frösche gefangen. Das Gebiss ist so kräftig, dass selbst ein großer Elchbulle für die Wölfe kein Probleme darstellt. Sie können in 24 Stunden bis zu 200 km in einem speziellen, leichten und energiesparenden Trab zurücklegen. Im Sommer ruhen sie ca. ein Drittel des Tages, im Winter bis zu 24 Stunden am Tag. In der Sommerzeit sind sie meistens in der Nacht aktiv. Wölfe leben in Revieren meistens solange wie es dort etwas zu fressen gibt. Die nächsten Verwandten des Wolfes sind heute die Hunde, Dingos, Cojoten und Schakale. dann kommen Füchse und Wildhunde. Von diesen Tieren sind Wölfe die am weitesten sozial entwickelten und intelligentesten Tiere.